Naturbaustoffe Worpswede

ökologische Baustoffe für ein gesundes Wohnraumklima

Schimmel, Schimmelprobleme und Schimmelvorbeugung

Die Verwendung von Kalkputz und Kalkfarbe ist die natürlichste und beste Methode, Schimmel aus Wohnräumen fernzuhalten. Kalkputz hat mit einem ph Wert von im Schnitt 12-13 sehr starke schimmelwidrige Eigenschaften. Außerdem ist er diffusionsoffen und läßt die Wände atmen.


Schimmel durch Mauersalpeter, oft ein Problem in Altbauten


Besonders in Altbauhäusern und Kellern ein Problem- das Fäkalsalz Mauersalpeter. Insbesondere in der Zeit während und nach dem 2. Weltkrieg war es fast schon normal, Tiere im Haus zu halten. Die Hinterlassenschaften dieser Vierbeiner drangen in der Folgezeit tief ins Mauerwerk ein und bildeten dieses zersetzende Salz. Oft funktionierten die Häuser trotzdem noch, da sich das Leben der Menschen in der Zeit weit mehr außerhalb des Hauses abspielte als drinnen.

Heutzutage ist es völlig normal, das jeder täglich duscht, es wird Kaffe und Essen gekocht, mit dem Dampfmop gereinigt- kurzum, das Leben in unseren Häusern ist feuchter geworden. Irgendwann erreicht die Luftfeuchtigkeit das kritische Niveau und da das Salz den idealen Nährboden für Schimmelpilze bildet, fängt dieser an, sich auszubreiten.


Schimmel in Neubauten, längst ein Massenproblem

Die Käufer von Neubauten haben in unserer heutigen Zeit kaum noch Zeit, um ihre Häuser in Ruhe ,,ankommen" zu lassen. Die steigenden Preise sowohl bei Mieten als auch bei den Grundstücken und Häusern führen dazu, das der Neubau möglichst schnell bezogen wird. Kommen dann noch die Möbel, Fußbodenbeläge , Bilder an den Wänden und der ganz normale Alltag mit Duschen, kochen, reinigen u.s.w. dazu, führt das schnell zu einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit mit recht unangenehmen Folgen. Während der Bauzeit wurden mit dem Estrich und den verputzten Wänden etliche Liter Wasser ins Gebäude bebracht, diese müssen nun über eine längere Zeit die Möglichkeit haben, zu verdunsten.


Schimmelvorbeugung und Schimmelbekämpfung, Schimmelsanierung


Was heißt das nun für uns? Zurück zur guten, alten Zeit? Wohl eher nicht. Trotz alledem müssen wir, bevor es an die Beseitigung bzw. Bekämpfung geht, den Ursachen auf den Grund gehen. Wird ein Haus schon länger bewohnt und tritt der Schimmel neu auf, ist die Frage wichtig, was hat sich geändert? Neue Fenster? Risse in der Außenhülle, durch die Wasser eintritt? Durch Renovierungsarbeiten eine andere Oberflächenbeschaffenheit in den Räumen?

Ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ausschlaggebend, lohnt sich die Verarbeitung von Kalkputz. Er ist offenporig, atmungsaktiv und hält die Luftfeuchte bei konstanten 50-55%. Außerdem ist er hoch alkalisch, was Schimmelpilzsporen keinen Nährboden bietet und auf natürliche Weise pilzwidrig ist.

Ist Mauersalpeter ursächlich, muß dieser aus der Wand entfernt werden. Eine Wandbeschichtung durch entsprechende Anti-Schimmel-Farbe, Sperrgrund, Sperrputz oder was sonst noch so angeboten wird, löst das Problem nicht. Mauersalpeter ändert seinen Zustand je nach Temperatur und Feuchte von flüssig zu fest und wieder zurück. Wird er nun in der Wand eingeschlossen, zersetzt das Salz im Laufe der Zeit die Bausubstanz komplett.

Die gute Nachricht ist, das Mauersalpeter ein wasserlösliches Salz ist. In vielen Fällen reicht es aus, das Salz aus der Wand zu waschen. Inwieweit ein auswaschen zur erfolgreichen Schimmelsanierung ausreicht, läßt sich durch einen Nitrattest selbst herausfinden.